Schullandheimwerk Mittelfranken  e. V.
Schirmherr: Der Regierungspräsident von Mittelfranken
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Chronik

 

80 Jahre Schullandheime in Mittelfranken

Feier 80 Jahre Schullandheime in Mittelfranken

Unter der Schirmherrschaft des Regierungspräsidenten Dr. Thomas Bauer fand am 12.07.2009 die Festveranstaltung mit einem Gottesdienst in der Obersteinbacher Kirche, einem Festakt im Schloss und einer anschließenden außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Thema "Neubau eines Schullandheimes in Bad Windsheim" statt.
Zahlreiche Ehrengäste konnte Vorsitzender Maximilian Gaul begrüßen. Darunter das Mitglied der Bundesregierung, Staatsekretär Christian Schmidt, Bezirkstagsvizepräsidentin Knorr, die 1. Bürgermeister Oeder (Markt Taschendorf) und Ledertheil (Stadt Bad Windsheim), sowie die Ministerialbeauftragten für Gymnasien und Realschulen und die Abteilungsdirektorin der Schulabteilung. Aus der Schullandheimfamilie den Landesvorsitzenden Rudolf Suttner, den Vorsitzenden aus Niederbayern-Oberpfalz Kurt Neudert und aus dem Schullandheimwerk Unterfranken den Stv. Vorsitzenden Steffen Braum. Festredner war der ehemalige Staatsekretär im Kultusministerium und Stv. Fraktionsvorsitzende der CSU-Landtagsfraktion Karl Freller.
Das älteste Schullandheimwerk Bayerns, die Urzelle des Landesverbands, liegt in Mittelfranken. Bereits seit 21 Jahren leiten die drei ehrenamtlichen Vorsitzenden, Altbürgermeister Maximilian Gaul aus Roßtal, Rektor Manfred Wirsing aus Nürnberg und Rektor Alfred Sammetinger aus Herzogenaurach, das Schullandheimwerk mit insgesamt 27 Arbeitsplätzen, die der gemeinnützige eingetragene Verein in vier Schullandheimen und in der Geschäftsstelle im Haus des Lehrers in Nürnberg vorhält.
Daran erinnerte Staatssekretär a.D. Karl Freller in seiner Festrede im Schullandheim Schloss Obersteinbach. Klassenfahrten in Jugendherbergen oder kirchlichen Heime gab es in Bayern zwar schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts z.B. in Schwaben und Oberbayern, das erste „echte“ bayerische Schullandheim, das auf den auch heute noch gültigen schullandheimpädagogischen Grundideen basierte (natur- und heimatbezogener Unterricht, Gemeinschaftserleben, Förderung von Gesundheit, Förderung von Kreativität, Förderung von Einsicht in notwendige Ordnung), entstand jedoch 1929 auf der Wülzburg bei Weißenburg in Mittelfranken. Ins Leben gerufen wurde das Schullandheim von der „Schullandheim-Arbeitsgemeinschaft Nürnberger Lehrer und Lehrerinnen“ unter Führung von Oberregierungsrat Adolf Salffner. Dies war die Geburtsstunde des Schullandheimwerks Mittelfranken e.V., des ersten Regionalvereins auf Regierungsbezirksebene in Bayern. Den heutigen Namen „Schullandheimwerk Mittelfranken e.V.“ gab sich der Verein dann im Jahr 1954. Das Schullandheimwerk Mittelfranken spielte auch bei der Gründung des Landesverbands bayerischer Schullandheime vor 50 Jahre eine maßgebliche Rolle.
Die Wülzburg musste Mitte der 60er Jahre als Schullandheim aufgegeben werden, stattdessen wurde vom Schullandheimwerk 1967 das Schullandheim Schloss Obersteinbach gekauft. Bereits 1955 pachtete das Schullandheimwerk das Schloss Vorra. 1975 bezog der Verein sein neu erbautes Schullandheim in Heidenheim. Im Jahre 1883 wurden Mimberg und Pfeifferhütte hinzu gepachtet. Seitdem der Pachtvertrag für das Dreiklassen-Schullandheim Mimberg 2003 gekündigt wurde, plant das Schullandheimwerk einen Neubau beim Freilandmuseum in Bad Windsheim. Dieser war auch Thema der außerordentlichen Mitgliederversammlung, in der der Landesvorsitzende Rudolf Suttner nicht nur die Solidarität aller Mitgliedsverbände versprach, sondern auch deutlich erklärte: „Mittelfranken braucht dieses neue Haus im Freilandmuseum“. Dieser Meinung schlossen sich die Mitglieder im Beisein des Schirmherrn zu 100% an.

Im Bild von links nach rechts: Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Christian Schmidt, Stv. Fraktionsvorsitzender der CSU-Landtagsfraktion Karl Freller, Vorsitzender des Schullandheimwerkes Mfr. e. V. Altbürgermeister Maximilian Gaul und der Schirmherr des Schullandheimwerkes Mfr. e. V. Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer



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